Vom Wert eines Menschen
4. April 2020

Wann ist ein Mensch etwas wert?

Ein Mensch kann immer nur einen persönlichen Wert für einen anderen Menschen haben. Für Eltern, für Kinder, für Freunde, für Partner.

Einen Wert kann er sich auch durch Leistung verdienen. Als Arbeitskraft oder als Teil einer Mannschaft. Im Ehrenamt oder einfach als passendes Zahnrad in der Gesellschaft kann der Mensch von Bedeutung sein. Wertigkeit steht also immer in Bezug von Geben und Nehmen und ist verbunden mit Leistung und Können.

Ansonsten hat ein Mensch gar keinen Wert. Es wird immer davon gesprochen alle Menschen seien gleich und jeder Mensch wäre etwas wert. Aber das stimmt nicht. Das ist vielleicht das, was die Menschen sich wünschen, aber es ist nicht die Realität.

Kein Mensch würde seine Familie, seinen Partner, seine Freunde für ihn vollkommen fremde Menschen eintauschen, sie opfern oder aufgeben. Allein daran sieht man dass es Wertigkeit gibt und dass diese Wertigkeit komplett unterschiedlich gewichtet wird.

Der einzelne Mensch, wenn er allein ist, ohne Familie, ohne Freunde, ohne Partner, was ist dieser Mensch Wert? Oder anders gefragt, für wen ist er etwas wert? Nur durch Emotion oder Leistung kann er sich hervorbringen und an Wertigkeit gewinnen.

Am ehesten ist der Mensch für die Allgemeinheit etwas wert, wenn er in der Berufswelt etwas darstellt. Wenn er eine gewisse Aufgabe erledigt, die in der Gesellschaft als wichtig anerkannt wird. Er erfüllt damit einen Beitrag und somit einen Sinn in der Gesellschaft. Und doch ist er jederzeit austauschbar.

Doch wo liegt dann nun der Wert eines einzelnen Menschen? Und für wen liegt wenn überhaupt ein Wert vor? Ist ein Mensch ohne Wert nicht eine Belastung? Für sich selbst und für die Gesellschaft?

Wie können wir die Wertigkeit eines Menschen beurteilen?

Menschen kümmern sich umeinander, wenn sie in irgendeiner Form miteinander verbunden sind. Auch hier kommt wieder zum Tragen ob der Mensch sich in die Gesellschaft einbringt, Familie, Freunde oder einen Partner hat. Ist er mit niemandem verbunden, lebt als Eremit, als Einzelgänger, als Sonderling, dann kümmert sich keiner um ihn. Sowie auch er sich nicht um andere kümmert. Was ist dieser Mensch wert?

Und was ist wirklich mit jenen Menschen, die sich um andere kümmern, sich aufopfern, alles geben, sich selbst vergessen. Die den Wert anderer ohne Anerkennung und Gegenleistung schätzen. Aus reiner nächsten Liebe Opfer bringen? Wer denkt an diese Menschen? Wer ist wirklich für Sie da? Wer hat ernsthaftes Interesse an ihnen?

Nein Wertigkeit kann man nicht mit dem Menschsein in Verbindung setzen. Und wenn man es doch tut, dann sind Menschen von ganz unterschiedlichem Wert.

Jeder einzelne von uns kennt Menschen die er nicht mag, die er verabscheut, die er vielleicht sogar auf’s Tiefste hasst oder die ihm absolut gleichgültig sind. All diese Gewichtungen sind Wertigkeiten. Mit all diesen Gefühlen drücken wir den Wert unseres Gegenübers aus. Und dann will die große Masse der Gesellschaft plötzlich erzählen, jeder Mensch zähle gleich viel?

Ja, welche Menschen meint die Allgemeinheit denn nur ? Doch immer nur die Menschen, die im Zweifel am Lautesten auf sich aufmerksam machen. Die „hier“ schreien und sich selbst wichtig nehmen.

Wer still und allein ist, zurückgezogen lebt und keinerlei Aufmerksamkeit erregt, der kann nicht von Bedeutung sein, denn sonst wäre er ja nicht allein.

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