Spiegelbild
3. April 2021

Das Bild dessen, was der Mensch im Spiegel sieht, seine äußere Gestalt, und dem Bild dessen, was der Mensch von sich selbst hat, was seine Gefühle beschreibt, was er über sich selbst denkt und fühlt, passt niemals zueinander. Das werden immer zwei unterschiedliche Menschen sein.

Zum einen gibt es diesen Menschen im Spiegel. Diese äußere Hülle, die nichts weiter als ein Produkt der Außenwelt ist. Optik, Erinnerungen und nicht verarbeitete Gefühle prägen dieses Spiegelbild. Es sind nicht wir, was wir dort sehen.

Denn ohne Spiegel, ohne ein Bild, welches von Erinnerungen behaftet und geprägt ist, tritt eine völlig andere Person zu Tage. Ein Mensch der rein und unbeschrieben einfach er selbst ist. Ohne Druck und ohne Leistungerwartung. Ohne Erwartungen und ohne Ansprüche.

Der Mensch kann nur sein, wenn er es wagt alles Äußere von sich zu schieben und lernt in sich selbst zu ruhen. Wenn das Spiegelbild seine Kraft verliert lernt er, sich auf sich selbst zu besinnen.

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