Liebe
19. August 2021

Sie ist eine der größten Ängste der Menschen. Sie beinhaltet zum einem die eigene Wahrheit, die der Mensch lieber verbergen möchte und zum anderen sein tiefes Inneres. Seine Verletzlichkeit. Seine Schwäche.

Der Mensch hat einerseits Angst zu lieben, weil er befürchtet, sich selbst dafür aufgeben zu müssen und all seine Kontrolle über sich selbst, seine antrainierte Bestimmtheit zu verlieren. Er hat Angst, sein jahrelang aufgebauter Panzer, den er sich zum Selbstschutz zugelegt hat, könnte Risse bekommen und Einblicke in seine Tiefe gewähren.

Doch er fürchtet sich genauso davor, geliebt zu werden und dabei den von ihm geglaubten Erwartungen seines Gegenüber nicht gerecht werden zu können. Er beginnt Geschichten zu erfinden und sich als jemand auszugeben, der er überhaupt nicht ist. Im Zweifel wird er so am Ende dann tatsächlich enttäuscht und in seinen Gedanken bestätigt, da sein Gegenüber in seine Wahrheit eindringt und ihn entlarvt.

Der Mensch liebt nur mit seinem Kopf. Mit seinen Gedanken, all denen, die ihm durch Tradition, Konfessionen und Lehren eingepflanzt wurden. Er hat erlernt, was es bedeutet in unserer Gesellschaft das Wort Liebe zu benutzen und genau so benutzt er andere Menschen im Namen der Liebe. Doch Liebe ist kein gegenseitiges Benutzen.

Wahre Liebe kommt ausschließlich von innen. Wer nicht wirklich und wahrhaftig lieben kann, hat den Weg zu sich selbst noch nicht gefunden. Er lebst ein Leben abseits von seiner eigenen und inneren Freiheit. Denn wahre Liebe wächst in einem selbst und geht erst dann nach außen um dort zu leuchten.

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